50.000 Kastrationen – ein Meilenstein jahrelanger Arbeit
Duisburg, 24.11.2025
Erleichtert atmet sie auf und zieht die blauen Gummihandschuhe aus. Auch die zweite Kastration heute war ein Erfolg – und morgen geht es weiter. Monika ist eine von drei Helfer:innen, die in Zusammenarbeit mit Hunderettung Europa e.V. Kastrationen von Hunden und Katzen vor Ort in Rumänien durchführt. Zum Oktober 2025 hat der Verein einen großen Meilenstein erreicht: Seit seiner Gründung im Jahr 2019 konnte er inzwischen mehr als 50.000 Hunden und Katzen eine Kastration ermöglichen – dafür wurden mehr als 1,75 Mio. € in die Hand genommen. Das wäre ohne die engagierten Ehrenamtler:innen, Spender:innen und Pat:innen nicht möglich gewesen, denn ihre Unterstützung sichert die notwendigen finanziellen Mittel, um die so wichtigen Eingriffe umzusetzen.
Was ist eine Kastration und warum ist sie so wichtig?
Eine Kastration ist ein Eingriff, bei dem die Tiere unfruchtbar gemacht werden, um eine unkontrollierte Vermehrung zu verhindern. Bislang ist es in vielen Ländern gängige Praxis, „überschüssige“ Tiere zu fangen und ihr Leben später in einer Tötungsstation zu beenden. Doch das ist lediglich Symptombehandlung. Die Ursache muss bekämpft werden – die unkontrollierte Vermehrung der Straßen- und Hoftiere. Durch flächendeckende Kastrationen verringert sich nachweislich die Population der Tiere über Jahre hinweg, sodass am Ende nicht zwangsläufig die Tötungsstationen stehen müssen. Bei sogenannten „Catch-Spay-Release-Aktionen” werden die Straßentiere vorsichtig eingefangen, kastriert und nach der Wundheilung – wenn sie kräftig genug sind und das Team sie in Sicherheit und durch Anwohner:innen versorgt weiß – wieder freigelassen. Alle kastrierten Hunde und Katzen werden mit einer Marke versehen, damit ihnen ein wiederholtes Einfangen und damit verbundener Stress in Zukunft erspart bleibt. Zudem geht Hunderettung Europa e.V. ins direkte Gespräch mit betroffenen Tierbesitzer:innen und in den Dialog mit der Politik vor Ort – denn genauso wichtig wie die Kastrationen selbst sind weitreichende Aufklärung über die Hintergründe der Populationsprobleme und eine Sensibilisierung für das Thema.
Die nächsten 50.000 - für mehr Populationskontrolle und weniger Tierleid
Allein in Rumänien gibt es mehr als fünf Millionen Straßen- und Hofhunde und -katzen, die sich zu großen Teilen unkontrolliert vermehren – und so die nächsten Generationen potenziell verwahrloster Vierbeiner schaffen. Denn längst nicht immer ist genug Futter für den ungewollten Nachwuchs da, und so finden die Welpen und Kitten schnell ihren Weg in die Einsamkeit, verwahrlost und unterernährt auf dem eigenen Hof, ausgesetzt auf dem Feld oder im schlimmsten Fall eingefangen und in eine der vielen Tötungsstationen gebracht. „Wir werden uns weiterhin jeden Tag dafür einsetzen, dass unsere Schützlinge – und alle, die es noch werden – die bestmögliche Versorgung bekommen und so viele Kastrationen wie möglich durchführen.”, ist sich Svenja Gruszeczka, 1. Vorsitzende und Mitgründerin von Hunderettung Europa e.V., sicher. „So helfen wir nicht nur den Vierbeinern in unserer Obhut, sondern beugen effektiv weiteren Streuner-Generationen vor.” 50.000 Kastrationen sind bereits geschafft – und die nächsten 50.000 sollen bald schon erreicht werden. Doch mit Kosten von etwa 35 € pro Eingriff ist der Verein auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Durch einen Spendenbeitrag oder eine Patenschaft kann jede:r einen Beitrag dazu leisten, dass weiterhin die grundlegende ärztliche Versorgung der Vierbeiner sichergestellt und die wichtigen Kastrationen finanziert werden können.
Für weitere Informationen oder Interviewanfragen stehen wir jederzeit zur Verfügung. Schreibt uns einfach eine Mail an: vorstand@hunderettungeuropa.de, wir freuen uns auf den Austausch!
