Demonstration in Bukarest gegen die Hundetötung in Rumänien
Gemeinsam mit unserem Team haben wir heute in Bukarest gegen die Tötung von Hunden in den Tötungsstationen in Rumänien demonstriert. Wir waren laut für all die, die keine eigene Stimme haben.
22.02.2026
Heute waren wir gemeinsam mit dem rumänischen Team aus unserem Partnertierheim von Care for Dogs sowie unseren Volontär:innen bei einer großen Demonstration in Bukarest dabei. Gemeinsam mit vielen anderen Tierschützer:innen haben wir ein klares Zeichen gegen die Tötung von Hunden in rumänischen Tötungsstationen gesetzt.
Mit eigenen Bannern und lauten Stimmen sind wir auf die Straße gegangen – für all die Hunde, die selbst keine Stimme haben. Unsere Tierheimleiterin Delia war mit uns vor Ort und hat auf der Demo gesprochen. Sie hat jahrelange Tierschutzerfahrung und bereits endlos viel Leid in Rumäniens Tötungsstationen gesehen. Jetzt fühlt es sich zum ersten Mal seit Jahren so an, als würde sich etwas bewegen.
Ein großer Dank für euren Einsatz bei der heutigen Demonstration geht an unsere Volos Sophie, Lisa (Hunderettung-Patenteam), Jette, Nils, Eli (Hunderettung-Instagramteam) sowie die Tierschützer:innen aus dem rumänischen Tierheim Laurene, Veera, State und Delia!





Hintergrund: Aufruhr um Tötungsstationen in Rumänien
Wie viele von euch bereits mitbekommen haben, gibt es aktuell großen Aufruhr rund um die Tötungsstationen in Rumänien. Auslöser sind Undercover-Aufnahmen, die schlimmste Misshandlungen von Hunden in mehreren Einrichtungen zeigen. Diese furchtbaren Bilder sind nur schwer zu ertragen, deswegen ersparen wir sie dir an dieser Stelle. Während das Thema rund um die Hundetötung in Rumänien bereits stark diskutiert wird, beginnt die öffentliche Aufmerksamkeit in Deutschland gerade erst.
Ein erster Erfolg wurde bereits erreicht: Die erste von insgesamt 130 Tötungsstationen wurde geschlossen. Eigentlich war geplant, dass wir dorthin fahren, um Hunde zu übernehmen. Glücklicherweise konnten andere Tierschutzvereine die Tiere jedoch bereits am Abend zuvor aus der Station holen. Sie stand nach der Veröffentlichung der Misshandlungen nun unter solch massivem öffentlichen Druck, dass sie geschlossen wurde.
Dramatische Zahlen
Tierschutzorganisationen berichten, dass in den letzten drei Jahren fast 70.000 Hunde in Rumänien eingeschläfert wurden, etwa die Hälfte davon allein in vier Einrichtungen.
Besonders erschütternde Beispiele: In Vrancea soll eine Tötungsstation innerhalb von zwei Jahren rund 15.000 Hunde getötet haben. In Prahova soll laut rumänischen Medien eine Tötungsstation über 1,4 Millionen Euro öffentliche Gelder erhalten haben, während über 80 % der aufgenommenen Hunde eingeschläfert wurden. Ob sie wirklich eingeschläfert wurden oder auf andere Art und Weise getötet wurden, wissen wir nicht.
Wir Tierschutzorganisationen betonen deshalb seit Langem: Es handelt sich nicht um Einzelfälle, sondern um ein strukturelles Problem. Statt nachhaltiger Lösungen wie Kastrationsprogrammen wird vielerorts weiterhin auf das Töten der Hunde gesetzt.
Hoffnung auf Veränderung
Der öffentliche Druck zeigt erste Wirkung. In Rumänien wird aktuell über Gesetzesänderungen beraten, die die Masseneuthanasie beenden könnten. Gleichzeitig gibt es derzeit strengere Kontrollen in den Tötungsstationen, und das Töten der Hunde ist vorübergehend ausgesetzt.
Zusätzliche Aufmerksamkeit bekommt das Thema durch den Filmemacher und Creator Nathan Goldblat, der gemeinsam mit ProSieben und Joyn an einer Dokumentation über die Situation arbeitet. In wenigen Tagen wird er das Thema sogar ins EU-Parlament tragen.
Unsere Forderungen sind klar: Schließung der Tötungsstationen, Kastrieren statt Töten und keine Verwendung von Steuergeldern für die Tötung von Hunden. Seit Jahren kämpfen wir für nachhaltigen Tierschutz – durch Aufklärung, Rettungen und über 50.000 Kastrationen. Und wir werden nicht aufgeben. Für die Hunde ohne Stimme.
Spendenkonto
Hunderettung Europa e.V.
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