Welpen zum Sterben zurückgelassen
Zwei Schicksale, die uns das Herz schwer werden lassen, jedoch leider zum Alltag im rumänischen Tierschutz gehören. Zwei kleine Welpenfamilien haben wir in unsere Obhut genommen, um sie vor dem sicheren Tod zu bewahren.
12.05.2026
Welpen in einem Karton ausgesetzt
Immer wieder begegnen wir in Rumänien Hunden, deren Geschichten uns sprachlos machen. In den vergangenen Tagen erreichen gleich zwei neue Welpenfunde unser Tierheim – zwei unterschiedliche Schicksale, die jedoch dieselbe Ursache haben: unkontrollierte Vermehrung und fehlende Kastrationen.
Annabeth, Percey und Grover – unsere „Percey Jackson Welpen“ – sind erst wenige Wochen alt, vermutlich gerade einmal vier Wochen. Gefunden werden sie von einer Frau, die mit ihrem Hund spazieren ging. In der Nähe eines verlassenen Gebäudes entdeckt sie einen Karton, in dem sie die drei Welpen findet. Ohne Mutter, schutzlos und auf sich allein gestellt.
Die Finderin nimmt die Kleinen zunächst mit nach Hause, kann sie jedoch nicht dauerhaft versorgen und bittet schließlich unser Team um Hilfe. Nun sind die drei in Sicherheit und werden von uns versorgt. In den nächsten Wochen werden sie medizinisch untersucht, aufgepäppelt und auf ihr späteres Leben vorbereitet. Solche Notfälle kommen wie immer ungeplant und verursachen viele Kosten, weswegen wir immer wieder auf Medizinpatenschaften angewiesen sind.





Sechs Welpen auf einem kleinen Hof
Auch der zweite Fall zeigt, wie dringend nachhaltiger Tierschutz gebraucht wird. Eine Hündin lebte seit etwa vier Jahren auf dem Hof einer älteren Dame. Vor kurzem brachte sie sechs Welpen zur Welt – zwei von ihnen sind bereits gestorben, einer liegt noch im Hof, als wir ankommen. Die Menschen vor Ort baten uns um Hilfe, da sie sich weder um die Mutterhündin noch um die Welpen kümmern können. An dieser Stelle können wir jedoch trotz des tragischen Schicksals einen kleinen Erfolg verzeichnen: Wir haben uns in der Gemeinde offenbar bereits Vertrauen aufgebaut und die Wichtigkeit unserer Arbeit deutlich machen können.
Als wir den Hof betreten, reagiert die Hündin zunächst vorsichtig und zieht sich in ihre Hütte zurück. Gegenüber der älteren Dame zeigt sie sich deutlich entspannter – ein Zeichen dafür, dass sie ihr vertraut. Aktuell werden Mutterhündin und Welpen in unserem Partnertierheim untersucht und versorgt. Sobald wir mehr Informationen haben und die Kleinen alt genug sind, werden sie in die Vermittlung aufgenommen und suchen ein Zuhause.





Warum Kastrationen so wichtig sind
Beide Geschichten stehen stellvertretend für ein Problem, das wir leider jeden Tag sehen. Viele Hunde leben in Rumänien ihr ganzes Leben an kurzen Ketten, auf kleinen Höfen oder auf der Straße. Sie bekommen immer wieder Welpen – ohne medizinische Versorgung, ohne Schutz und ohne Perspektive.
Genau deshalb setzen wir uns so intensiv für Kastrationen ein. Wir klären auf, sprechen mit den Menschen vor Ort, gehen von Tür zu Tür und erfassen sogar systematisch die Hunde ganzer Gemeinden. Denn nachhaltiger Tierschutz bedeutet nicht nur zu retten, sondern Ursachen zu bekämpfen und langfristig Veränderung zu schaffen.
All diese Arbeit kostet Zeit, Kraft und natürlich auch Geld für medizinische Versorgung, Futter, Transporte und die tägliche Betreuung der Tiere. Deshalb sind wir unendlich dankbar für jede Spende und jede Patenschaft, die unsere Arbeit möglich macht.
Danke, dass ihr uns dabei helft, den Kreislauf aus Leid und ungewollter Vermehrung Schritt für Schritt zu durchbrechen. Gemeinsam verändern wir ihre Welt.
Spendenkonto
Hunderettung Europa e.V.
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