Fletch
Neuer Name: Finn
Adoptiert seit: September 2021
Geschlecht: Männlich
Geschätztes Alter: geb. ca. April 2021
Herkunft: Rumänien
Finn hat sein Für-immer-Körbchen bei seiner neuen Familie gefunden!
Finn wurde als Welpe von einer älteren Dame ganz allein auf der Straße gefunden. Die Dame nahm ihn mit zu sich und päppelte ihn bei sich zu Hause auf. Nur wenige Monate später durfte er bereits nach Deutschland auf eine Pflegestelle ausreisen. Kurz darauf wurde Finn von seiner “Für-immer-Familie” adoptiert.
“Adoptiert haben wir unsere süße Maus am 23.09.2021. Es war ein wunderschöner Spätsommertag und nach einem tränenreichen Abschied in der Pflegestelle ging es nach Hause. In buchstäblich letzter Minute hatten wir noch eine geeignete Transportbox besorgt, die bis heute gute Dienste leistet. Die ersten Tage waren erstaunlich ruhig, wir hatten uns beide Urlaub genommen, um ganz für Finn da zu sein. Und es lief auch richtig gut, er fühlte sich wohl bei uns, fraß gut und schlief viel. Die ersten Nächte waren etwas anstrengend, da wir beide mit einem Auge offen schliefen, sollte Finn mal müssen. Und er musste, was er uns Gott sei Dank immer deutlich machte.”
Nach seiner Ankunft und Eingewöhnung bei seiner neuen Familie durfte Finn dann schon bald eine Hundeschule besuchen.
“Ein paar Tage später ging es für uns das erste Mal in die Welpenschule. Tierarzttraining war das Thema. Sich von fremden Menschen anfassen zu lassen, war ein Heimspiel für Finn. Das Spielen mit anderen Welpen war erstmal ganz schwierig, also kam er mit zwei anderen Welpen in die ‘Angsthasen-Gruppe’ und durfte erstmal in Ruhe und überraschend schnell auftauen. Um ihm die Kontakte mit Artgenossen zu ermöglichen, verabredeten wir also einen Spaziergang mit einer Freundin und ihrer Hündin für das kommende Wochenende. Juna und Finn waren sofort begeistert voneinander und tobten vergnügt miteinander herum.”
Doch ein plötzlicher Schicksalsschlag traf die Familie und veränderte erst einmal alles.
“Leider bildete dann mein Schlaganfall den Abschluss unseres ersten Social Walks. Ich kam einige Zeit später in der Notaufnahme wieder zu mir und von da an dauerte es noch zwei ganze Monate, bis ich Finn wieder sehen konnte. Dank der Corona-Maßnahmen durfte kaum einer rein und ich durfte nicht raus. Also konnte ich nur über Bilder mitverfolgen, wie mein Kleiner immer größer wurde, den ein oder anderen Socken erledigte und immer größer wurde. (Wir wollten doch einen kleinen Hund?!)
Als ich nach zwei Monaten endlich wieder nach Hause durfte, schien Finn all die Energie zu haben, die mir verloren gegangen war. Er tobte, spielte, lief und Gott sei Dank hatten wir Unterstützung von der Familie. Es war eine unfassbar anstrengende Zeit und doch half es mir auch sehr, wieder auf die Beine zu kommen. Spazieren gehen, Hundeschule, Training mit Finn, wenn es ging… und dann im Januar wieder zur Arbeit. Ich hatte geplant, ihn mitzunehmen, da ich selbstständig bin und mein eigener Chef. Gott sei Dank liebt Finn Menschen und er ist eine Bereicherung für die Praxis. Er lässt sich ausgiebig kraulen, kommentiert auch mal gerne von seinen Schlafplätzen aus die Gespräche und gibt mir eine Vielzahl an Gründen, mal die sitzende Tätigkeit zu verlassen und eine Runde durch den angrenzenden Wald oder die Felder zu laufen.”
An ein paar Baustellen arbeitet die Familie nach wie vor mit Finn.
“Die einzigen negativen Dinge, die ich berichten kann, sind seine Vorliebe für alles, was er für Futter hält. Eine zeitlang mussten es alle Kaugummis auf dem Gehweg sein, jedes Stückchen Brot, Brezel oder Dönersauce muss min. angeleckt werden und ganz schlimm sind menschliche Exkremente… Er nutzt auch jede Gelegenheit unbeobachtet zu Hause. Wenn Kekse auf dem Couchtisch liegen, sind die nach dem Duschen definitiv nicht mehr auffindbar. Zugleich hat er das Futter, das er bekam ganz schlecht verwerten können, aber wir sind zu einer Marke gekommen, die er nun gut verträgt und gerne frisst. Daneben kann er auch unfassbar stur sein aber das hat er vermutlich von uns 😊 Und er hat furchtbare Angst vor Wasser, das geht sogar soweit, dass er einen Bogen um Pfützen macht. Wobei das eher ein Vorteil für uns ist.”
Wie man sieht, lohnt es sich einen schwarzen Hund zu adoptieren, um den Aberglaube zu überwinden, da schwarze Hunde oft fälschlicherweise mit Unglück assoziiert werden. Durch die Adoption kann man zeigen, dass Schönheit und Liebe keine Farbe haben und schwarze Hunde genauso treue und wunderbare Begleiter sind wie jede andere Fellfarbe.
Du bist neugierig geworden, welche schwarzen Fellnasen noch ein Zuhause suchen? Dann schaue bei Zuhause gesucht rein. Vielleicht wartet dort dein Vierbeiner auf dich!
Du würdest gerne helfen, aber kannst keinen Hund adoptieren?
Bei Hunderettung Europa e.V. gibt es unzählige Möglichkeiten, das Leben der Vierbeiner zu verbessern. Du kannst eine Futter-, Medizin oder Tier- Patenschaft übernehmen, selbst aktiv werden und uns ehrenamtlich unterstützen, anderen Tierfreunden von unserer Tierschutzarbeit und unserem Verein erzählen und/ oder einen Betrag spenden.
Jede Spende, ob klein oder groß, kommt zu 100% den Fellnasen zugute.
