Joy
Adoptiert seit: Mai 2025
Geschlecht: weiblich
Geschätztes Alter: geb. ca. Mai 2024
Herkunft: Rumänien
Joy – wenn aus Angst Vertrauen wird
Zusammen mit ihrer Schwester fand man Joy auf der Straße und brachte beide ins Tierheim. Dort zeigte sie sich sehr zurückhaltend, ließ sich aber streicheln. Im Gegensatz zu ihrer Schwester interessierte sich Joy kaum fürs Spielen und suchte nur selten von sich aus Kontakt.
Nach der langen Reise in ihr neues Zuhause zeigte sich Joy dort zunächst sehr ängstlich. Vorsichtig streckte sie nach einiger Zeit nur den Kopf aus ihrer Transportbox. Für mehrere Tage wurde diese Box zu ihrem sicheren Hafen, aus dem sie sich nur für kurze Momente in den Garten wagte. Durch einen glücklichen Zufall kam Joy schließlich zum ersten Mal von selbst heraus – ein Augenblick, den ihr Frauchen überglücklich beschrieb:
„Ich saß auf der Couch und sie zwängte sich zwischen die Beine und die Couch, um dort Schutz zu finden. An diesem Punkt war das Eis gebrochen und die Transportbox als Rückzugsort in den folgenden Tagen immer unwichtiger.“
Besonders positiv überraschte die Familie, dass Joy von Anfang an stubenrein war – etwas, das bei ihrer großen Unsicherheit keineswegs selbstverständlich war.
Die ersten gemeinsamen Spaziergänge stellten Mensch und Hund vor Herausforderungen. Aufgrund ihrer Ängstlichkeit hielten sie die Runden zunächst kurz, um Joy nicht zu überfordern. Dabei zeigte sich immer wieder, wie sensibel die junge Hündin war. Schritt für Schritt meisterten sie die die kleinen und großen Hürden des Alltags. Kraft schöpfte die Familie vor allem aus den vielen kleinen Momenten, die zeigten, wie Joy langsam Vertrauen fasste:
„Solche Momente wie das erste Ablecken der Hand, das erste mal das sie ein Spielzeug zu mir brachte, oder das erste mal Vertrauen zeigen und sich den Bauch kraulen lassen.“
Auch die Zeit in der Hundeschule erwies sich als sehr hilfreich. Trotz ihrer Unsicherheit wurde Joy zunehmend selbstständiger und mutiger. Sie lernte schnell und begegnete neuen Situationen mit wachsendem Selbstvertrauen.
Besonders dankbar war ihre Familie für die Unterstützung von Hunderettung Europa, die ihnen jederzeit mit Rat und offenem Ohr zur Seite stand.
Das erste gemeinsame halbe Jahr fasste Joys Frauchen so zusammen:
„Joy ist jetzt knapp ein halbes Jahr Teil meines Lebens und ich möchte sie nicht missen. Trotz all‘ der Nerven, die sie mir geraubt hat und vermutlich dank Pubertät noch rauben wird. Jeder schwierige Moment wird mit so viel mehr tollen Erfahrungen wieder gut gemacht. Man merkt, dass Joy mittlerweile komplett angekommen ist.“
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