14 Tage bis zum Tod –
Petition fordert Ende von EU‑Geldern für Tötungsstationen
Duisburg, 08.02.2026
Im öffentlichen Shelter klirren Gitter, leere Näpfe stehen auf Beton, Hunde drängen sich in zu kleinen Zwingern. Während draußen schon die nächsten Tiere eingefangen werden, läuft drinnen eine Frist, die für viele das Todesurteil bedeutet: Nach nur 14 Tagen dürfen Hunde offiziell getötet werden. Nach Angaben von Hunderettung Europa e.V. sterben viele schon vorher – durch Hunger, Krankheiten, unbehandelte Verletzungen, Gewalt; teils unter grausamsten Umständen bis hin zum lebendigen Verbrennen. Und das, so kritisiert der Verein, wird durch ein System ermöglicht, das auch mit unseren Steuergeldern gestützt wird.
Mit einer Petition will Hunderettung Europa e.V. nun 50.000 Unterschriften sammeln – damit die EU nicht länger wegsehen kann und endlich Kastrationen statt Tötungen fördert.
Ein „Kopfgeld“-System auf Leben
Rumänien kämpft mit Millionen Straßenhunden und freilaufenden Besitzerhunden, die sich unkontrolliert vermehren. Das Einfangen wird dabei durch ein Anreizsystem befeuert: Hundefänger erhalten Prämien – eine Art Kopfgeld – pro Hund. Die Tiere landen in öffentlichen Sheltern, in denen die kurze Frist zum entscheidenden Dreh- und Angelpunkt wird.
So wird an Symptomen gearbeitet statt an Ursachen: Solange Tiere nicht kastriert sind, entstehen immer neue Würfe – und der Kreislauf aus Einfangen, Unterbringen und Töten setzt sich fort.
Steuergeld darf kein Todesgeld sein
Hunderettung Europa e.V. weist darauf hin, dass Rumänien EU‑Gelder zur Eindämmung seiner Hundepopulation erhält und diese in der Praxis so eingesetzt werden, dass über 130 Tötungsstationen betrieben werden. Die Petition fordert daher klar: Keine EU‑Gelder für Tötungsstationen und stattdessen Investitionen in tierschutzkonforme, wirksame Alternativen.
„Wir akzeptieren nicht, dass Hunde in Tötungsstationen leiden und sterben – und dass dieses System am Ende auch noch durch öffentliche Mittel gestützt wird. Es braucht endlich einen klaren Kurswechsel: Kastrationen und Aufklärung statt Töten“, sagt Svenja Gruszeczka, 1. Vorsitzende von Hunderettung Europa e.V. Der Verein setzt dabei auch auf die wachsende öffentliche Aufmerksamkeit: Wenn viele Menschen unterschreiben, teilen und Verantwortliche direkt kontaktieren, entsteht Druck, der politische Entscheidungen verändern kann.
Über 50.000 Kastrationen zeigen, dass Veränderung möglich ist
Hunderettung Europa e.V. versteht Tierschutz als langfristige Aufgabe – nicht als kurzfristige Symptombekämpfung. Neben Rettungen setzt der Verein seit Jahren auf ein breites, nachhaltiges Konzept: über 50.000 Kastrationen, Tierschutzunterricht für Kinder vor Ort in Rumänien, Gespräche mit Menschen in den Gemeinden, Teilnahme an Demonstrationen sowie politische Arbeit auf kommunaler Ebene, um Strukturen dauerhaft zu verändern.
Dass dieser Ansatz funktioniert, zeigen konkrete Entwicklungen: In einigen Städten und Stadtteilen rund um die Braşov sind Gebiete bereits fast straßenhundfrei – weil dort gemeinsam mit lokalen Partnern konsequent auf Kastration und Aufklärung gesetzt wird, statt auf Tötung. Mit der Petition ‘Stoppt die Hundetötung’ will Hunderettung Europa e.V. diesen Weg europaweit stärken: 50.000 Stimmen für den Wechsel von einem tödlichen Kreislauf hin zu nachhaltigem Tierschutz.
Weitere Informationen unter findet ihr hier.
Für weitere Informationen oder Interviewanfragen stehen wir jederzeit zur Verfügung. Schreibt uns einfach eine Mail an: vorstand@hunderettungeuropa.de, wir freuen uns auf den Austausch!
